Über die Selbstgerechtigkeit der liberalen Mittelschicht

Über die Selbstgerechtigkeit der liberalen Mittelschicht

Audio | 15.11.2018 | Dauer: 00:08:15 | SR 2 - Johannes Kloth, Roland Kunz

Themen

Die österreichische Sozialwissenschaftlerin Laura Wiesböck geht in ihrem Buch "In besserer Gesellschaft" mit der urbanen Mittelschicht hart ins Gericht: Viele Akademikerfamilien beispielsweise versuchten ständig, sich nach "unten" abzugrenzen - und zwar mit einem bestimmten, demonstrativ urban-nachhaltigen Lebensstil und mit den Strategien der "vorurteilsbasierten Abwertung", die etwa gegenüber dem bildungsferneren Prekariat oder gegenüber Menschen angewendet würden, die mit "Rechtspopulisten" sympathisierten. Dabei merkten die "erfolgreichen Bürger" gar nicht, dass sie sich der gleichen Abwertungsmuster bedienten wie der zutiefst verachtete, vorurteilsbeladene Ausländerfeind. Wiesböck hält diese moralische Selbsterhöhung für selbstgerecht - auch wenn aus ihrer Sicht wohl meistens die Angst vor dem Abstieg dahinter steckt.

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