Kohle-Ausstieg: "Milliarden wird's für das Saarland keine geben"

Kohle-Ausstieg: "Milliarden wird's für das Saarland keine geben"

Audio | 29.01.2020 | Dauer: 00:03:32 | SR 2 - Holger Büchner / Florian Mayer

Themen

Das Kabinett in Berlin will am 29. Januar beschließen, wie der Ausstieg aus der Braunkohleverstromung und der finanzielle Ausgleich in einer Größenordnung von insgesamt rund 40 Milliarden Euro für die betroffenen Bundesländer gehandhabt werden soll. Um diese "Struktuhilfen" hatte die für das sogenannte Kohleausstiegsgesetz eingesetzte Kommission lange und heftig gerungen. Für das Saarland als Steinkohleland aber wird es wohl keine Milliarden aus diesem Topf geben, wie Florian Mayer aus der SR-Landespolitikredaktion festgestellt hat: Nur eine Milliarde Euro sollen für sämtliche Steinkohleländer abgezwackt werden. Damit könnte für das Saarland - nach dem aktuellen Stand der Dinge - lediglich "ein dreistelliger Millionenbetrag über einen Zeitraum von 19 Jahren" bereit gestellt werden. Wie die Arbeitskammer errechnet habe, stehe damit ein Volumen von rund 13 Millionen pro Jahr zur Debatte. Nach Plänen der Landesregierung könnte dieses Geld vor allem für Wasserstoff-, Pharmazie- und IT-Sicherheitsforschung und für ein europäisches Zentrum für Künstliche Intelligenz verwendet werden, erläuterte Mayer im Gespräch mit SR-Moderator Holger Büchner. "Wie viel also am Ende tatsächlich hängen bleibt und was auf dieser Wunschliste tatsächlich umgesetzt werden kann, ist offen", so Mayer.

Weitere Informationen zum Beitrag

Zur Homepage

Artikel mit anderen teilen

ARTIKEL VERSENDEN

Leider ist beim Senden der Nachricht ein Fehler aufgetreten, bitte versuchen Sie es noch einmal.
Klicken Sie bitte das Mikrofon an.
Vielen Dank f�r Ihre Nachricht, sie wurde erfolgreich gesendet.