EU-Sondergipfel: "Ich glaub', die Nerven liegen blank"

EU-Sondergipfel: "Ich glaub', die Nerven liegen blank"

Audio | 20.07.2020 | Dauer: 00:04:31 | SR 2 - Katrin Aue

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Nach einer durchverhandelten Nacht wurden die Gesprächsrunden des EU-Sondergipfels zur Frage, welches Land wieviele Milliarden unter welchen Bedingungen bekommen soll, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise abzumildern, am frühen Morgen wieder unterbrochen. Offenbar sind die Fronten zwischen Deutschland und Frankreich einerseits und Österreich, Dänemark, Schweden, Finnland und den Niederlanden nach wie vor verhärtet, wie Brüssel-Korrespondent Alexander Göbel im Gespräch mit SR-Moderatorin Katrin Aue bestätigt. "Es geht auch noch um die Rabatte beim EU-Haushalt, der ja auch noch mitverhandelt werden muss", so Göbel. Der Knackpunkt: Während südliche Länder wie Spanien oder Italien vor allem finanziell in großen Schwierigkeiten steckten, stünden die Regierungsvertreter der skeptischen fünf Staaten in innenpolitisch unter Druck - allen voran der Niederländer Mark Rütte und der Österreicher Sebastian Kurz. Offenbar hätten Angela Merkel und Emmanuel Macron unterschätzt, "dass sie nicht mehr einfach in den Ländern des Nordens jetzt auch sagen können, wie's denn gemacht wird", so Göbel. Womöglich sei man in der EU an der "Grenze dieses deutsch-französischen Motors" angelangt.

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