Städtetourismus im Corona-Wandel

Städtetourismus im Corona-Wandel

Audio | 08.06.2021 | Dauer: 00:05:09 | SR 2 - Kai Schmieding / Julian Reif

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Der Kurztrip übers Wochenende in eine Metropole erfreute sich vor der Corona-Krise noch großer Beliebtheit. Doch mit den behördlich angeordneten Ausgangssperren und Schließungen für Hotels und Gastronomie ist der Städtetourismus ziemlich zum Erliegen gekommen. "Gerade die Städte haben stark gelitten", bestätigte Julian Reif vom Deutschen Institut für Tourismusforschung in Heide im Gespräch mit SR-Moderator Kai Schmieding. Unstrittig sei, dass die Leute 'raus wollten und viele von Sonne und Meer träumten. Gleichwohl sei die grundsätzliche Reiselust auch für Städtereisen ungebrochen: Nolch im Spätsommer 2020 habe eine repräsentative Umfrage seines Instituts ergeben, dass rund 47 Millionen Menschen in Deutschland ziemlich sicher planten, innerhalb von zwölf Monaten eine Städtereise zu unternehmen. Die Ansprüche aber hätten sich gewandelt: Die Menschen legten mehr Wert auf eine "hygienisch einwandfreie Unterkunft", die "Einhaltung von Abstandsregeln" und auf faire Stornierungsbedingungen. Die Nachfrage nach Freiluftaktivitäten bzw. Ausflügen ins Umland einer Stadt habe nun "durch Corona einen deutlichen Aufschwung erlebt" - und dies werde seiner Einschätzung nach auch so bleiben. Menschen, die die Einschränkungen bei Veranstaltungen als Barrieren sähen, warteten bei ihrer Freizeitplanung eher darauf, dass diese Hindernisse fielen, erklärte Reif. Denn "die Lust an Ausstellungen oder Konzerten ist nach wie vor da". Was Geschäftsreihen angehe, erwarte er durchaus einen Effekt durch die Digitalisierung: "Viele Meetings werden da in Zukunft sicherlich wegfallen", sagte Reif voraus, "manche Geschäftsreisen haben aber einfach einen Zwang zur Nähe". Eine "vollständige Substitution durch digitale Meetings" könne er sich von daher nicht vorstellen.

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