Arbeitskammer begrüßt Ende des "Geschäftsmodells Missbrauch" in der Fleischindustrie

Arbeitskammer begrüßt Ende des "Geschäftsmodells Missbrauch" in der Fleischindustrie

Audio | 16.12.2020 | Dauer: 00:05:20 | SR 2 - Stephan Deppen

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Durch das neue Arbeitsschutzkontrollgesetz sollen Werkverträge und Leiharbeit in der deutschen Fleischindustrie verboten werden - darauf hatte sich die Regierungskoalition schon vor Monaten geeeingt. Am Nachmittag des 16. Dezember muss nun noch der Bundestag zustimmen. Für Dr. Torsten Brandt, den Leiter der Abteilung Gesellschaftspolitik der Arbeitskammer des Saarlandes, ist das Verbot "mit Sicherheit ein großer Fortschritt". Er gehe davon aus, dass die "ausbeuterischen Arbeitsbedingungen deutlich reduziert" und künftig "feste Arbeitsverträge abgeschlossen" werden, sagte Brandt im Gespräch mit SR-Moderator Stephan Deppen. Zudem sei es sehr wahrscheinlich, das sich die Wohnbedingungen der Beschäftigten verbessern würden. Der Missbrauch der bisherigen fleixiblen Möglichkeiten für die Arbeitgeber sei in den vergangenen Jahren geradezu zum Geschäftsmodell geworden. Es könne nun zwar zu Rückgängen von "prekärer Beschäftigung" kommen - nichtsdestrotrotz müsse ja weiter geschlachtet werden. "Luft nach oben" sehe er noch bei der "Zusammenarbeit der Kontrollbehörden". Gegen das Prinzip der Werkverträge habe er im Übrigen nichts. Diese würden eigentlich nur dann zum Problem, wenn sie dazu dienten, Tarifverträge zu umgehen oder wenn sie mit Solo- oder Scheinselbstständigen abgeschlossen würden, "um Sozialversicherungsbeiträge einzukassieren".

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